Gentrifizierung in Liverpool?

Liverpools Stadtviertel lagen jahrelang am Boden. Doch die Bürger packen jetzt selbst an und bauen ihre Nachbarschaft wieder auf. Aber was passiert nach dem Wiederaufbau. Mit dem Erfolg droht die Gefahr der Gentrifizierung.

Der Text entsantd im Rahmen der Lehrredaktion Printjournalismus des Journalistischen Seminars Mainz 2018.

Herausgeber
Tanjev Schultz, Sabine Kieslich &
Frederik von Castell
Journalistisches Seminar
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Alte Universitätsstraße 17
55116 Mainz


Filz im Verband – Finanzsskandal beim LSVS

Die Sportlandschaft im Saarland erlebt gerade ein Erdbeben. Ein Untersuchungsausschuss Klarheit bringen.Beim Landessportverband des Saarlandes fehlen Millionbeträge und es gibt Kritik wegen der engen Verflechtung zwischen Politik und Verband.

Der Untersuchungsausschuss im saarländischen Landtag ist der vorläufige Höhepunkt eines Skandals, von dem seit Dezember nahezu täglich neue Aspekte eines verwirrenden Geflechts von Sport und Politik ans Tageslicht kommen. Im Zentrum dieses Geflechts steht der Landessportverband Saar und sein Vorsitzender Klaus Meiser.
Meiser ist nicht nur Vorsitzender des Landessportverbands Saar (LSVS). Er ist ebenfalls stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Saartoto, einer Sportlotterie, die zu knapp 43 Prozent dem LSVS gehört und zu 57 Prozent dem Bundesland Saarland. Daneben ist Meiser auch CDU-Mitglied, war zweimal Minister für Inneres und Sport und bis vor Kurzem Präsident des saarländischen Landtags. […]

Veröffentlicht in der taz am 17.04.2018

Neue Milde – Porträt Stelian Moculescu

Der erfolgreichste Trainer des deutschen Volleyballs ist zurück. Als Trainer von Berlin trifft Stelian Moculescu nun auf seinen Ex-Klub.

Die Berlin Volleys spielen am Mittwoch in der Champions League gegen ihren größten nationalen Konkurrenten, den VfB Friedrichshafen. Viel besser geht0146s nicht im deutschen Volleyball. Mit dem neuen Mann an der Seitenlinie der Berliner gewinnt die Begegnung noch zusätzlich an Brisanz. „Man hat immer wenig Entertainment im Volleyball, jetzt haben wir das“, sagt der Neuberliner dazu trocken. Der Neue ist ein altbekannter. Mit Stelian Moculescu ist seit einigen Wochen der erfolgreichste Volleyballtrainer Deutschlands verantwortlich für die Berlin Volleys. […]

Das Porträt erschien am 14.03.2018 in der taz

Krise beim 1. FC Kaiserslautern

Kaiserslautern war mal Fußballhochburg. Ein riesiges Stadion zeugt davon. Für den Klub wird es nun womöglich zum Verhängnis.

„Das ist eine Zweckehe. Aber die ist besser, als die Kosten der Scheidung tragen zu müssen“, beschreibt Oberbürgermeister Klaus Weichel die Situation der Stadt Kaiserslautern. Das bekannteste Kind der Stadt, der 1. FC Kaiserlautern, verbreitet im Fußball schon längst keinen teuflischen Schrecken mehr. Dafür sorgt das Stadion des Klubs, den sie „Rote Teufel“ nennen, für höllische Probleme im städtischen Geldbeutel.

Der Stadtrat Kaiserslautern entscheidet am Dienstagabend über eine erneute Reduzierung der Stadionpacht, falls der 1. FC Kaiserslautern in die dritte Liga absteigen wird. Wird die Mietminderung nicht gewährt, droht dem Verein die Insolvenz. […]

Der Artikel erschien am 13.03.2018 in der taz und auf taz.de

US-Biathleten und Amoklauf in Parkland

„Warum ist das erlaubt?“, fragt der Weltmeister von 2017, Lowell Bailey. Die US-Biathleten fordern ein Verbot halbautomatischer Sturmgewehre.

Platz 15 mit der Mixed-Staffel ist die beste Platzierung von Lowell Bailey bei Olympia. Doch nun meldet sich der Biathlon-Weltmeister von 2017 mit Wucht zu Wort: „Ich unterstütze ein Verbot halbautomatischer Waffen. Das tue ich wirklich. Unser Land muss aufwachen.“

Bailey beteiligt sich als jemand, bei dem Schießen zum Sport gehört, an der aktuellen Diskussion über die Waffengesetze in den USA – eine Woche nach dem Massaker in Parkland, Florida. Bailey und seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Biathlonteam wollen sich mit der Waffenfreiheit in ihrem Land nicht abfinden. […]

Veröffentlicht am 22.02.2018 in der taz und auf taz.de

Zwischenbilanz der olympischen Winterspiele Pyeongchang 2018

Dunkel ist es, die Russen nerven und die Holländer fahren Schlittschuh. Man tut sich schwer bei der Suche nach dem gewissen Etwas bei diesen Winterspielen. 

Die Niederlande ist die drittbeste Wintersportnation der Welt – glaubt man dem Medaillenspiegel zur Halbzeit der Spiele. 13-mal Edelmetall holte Team Oranje. Während Team D Skier, Rodelschlitten und Gewehre nach Pyeongchang transportieren musste, reichen den Holländern ein paar Schlittschuhe. Für die Niederlande sind fast ausschließlich Eisschnellläufer und -läuferinnen am Start. Die haben ordentlich zu tun – 1.000 Meter, 5.000 Meter, 1.500 Meter, Sprint, Männer, Frauen, Staffel.

In der Halle lassen sich so einige Medaillen gewinnen, dafür braucht es noch nicht einmal Schnee. Deutschland gewann in sieben unterschiedlichen Sportarten Medaillen, aber hat nur ein paar Plaketten mehr als die Niederlande. Für die nächsten Olympischen Spiele sollte der DOSB deshalb auf mehr Wettbewerbe im Rodeln drängen. Wie wäre es mit Dreisitzer, Sprint und Marathon? […]

Der Artikel erschien am 19.02.2018 in der taz und auf taz.de

Nächster Halt: nirgendwo – Kommentar

Während die StadtbewohnerInnen von kostenlosen Bussen und Straßenbahnen träumen, wären viele Menschen auf dem Land schon froh, überhaupt einen Nahverkehr zu haben.

Hamburg könnte jedes Jahr eine Elbphilharmonie bauen, und in München platzen die Straßenbahnen aus allen Nähten. Die deutschen Großstädte haben gerade einen Wettbewerb ausgerufen: Wer kann am dramatischsten Nein zum kostenlosen Nahverkehr sagen?

Die Bedrohungsszenarien sind so apokalyptisch, dass Roland Emmerich schon Stoff für einen neuen Blockbuster wittert. Dabei wären die meisten Regionen in Deutschland froh, sie hätten überhaupt einen Nahverkehr. […]

Dieser Kommentar erschien am 17.02.2018 in der taz

Seitenwechsler: Zwischen Politik-PR und Journalismus

von Daniel Bouhs und Saskia Leidinger

Beim Thema „Seitenwechsler“ kann Sabine Adler mitreden wie kaum eine andere. Im Herbst 2011 wechselte sie vom Deutschlandradio an die Spitze der Pressestelle des Deutschen Bundestags. Nicht mal ein Jahr später war sie allerdings schon wieder zurück. […]

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